• Eva

Woran du erkennst, dass du im falschen Job bist

Warum haben manche Menschen einen scheinbar perfekten Job, sind aber total unglücklich damit?

Und wieso haben wiederum andere Menschen einen Job, der sie total happy macht, aber niemand versteht warum?

Genau diesen Fragen (und vielem mehr!) widmen wir uns in der heutigen Ausgabe von Freaky Friday.


Was macht eigentlich einen Traumjob aus?


Im ersten Moment würde man vielleicht sagen: Es stimmt das Gefühl! Aber ich denke, den perfekte Job kann man auf einige wenige Aspekte eingrenzen, deshalb hab ich vor kurzem in einem Instagram Post die 6 wichtigsten für mich identifiziert und auch ein bisschen genauer beschrieben. (wenn du nachlesen möchtest: https://www.instagram.com/p/CjLqa2_q2Xq))

Aber für mich ist Talent wohl der entscheidendste Faktor. Denn ein Job, den ich im Einklang mit meinen natürlichen Talenten mache, hat eine ganz andere Qualität als ein Job, der nur dazu da ist, möglichst viel Geld zu verdienen.


In einem Human Design Chart kann man ganz leicht die natürlichen Talente eines Menschen ablesen - und das sind viel mehr, als man eigentlich meinen möchte! Und noch dazu so individuelle, dass es den Rahmen eines kurzen Videos oder Blogs bei weitem sprengen würde.

Deshalb betrachte ich heute einfach einmal die 4 verschiedenen Typen im Human Design und ihre natürlichen Rollen und Talente im Berufsleben. Und erklär dir dann auch noch, wie du erkennst, ob du den für dich passenden Job hast - oder eben auch nicht. Und ich wäre keine 5. Linie, wenn ich das Ganze nicht auch noch mit praktischen Tipps für deine Arbeit ergänzen würde :)


Generator (Umsetzer)/ Manifestierender Generator (Spezialist)


Mehr als 70% der Menschen sind Generatoren (inkl. ManGens). Ich bezeichne sie gerne als die "Erbauer der Welt" und haben auch unsere aktuelle Art zu Arbeiten entscheidend mitgeprägt: Beginnend bei der Nachkriegsgeneration, den (Baby)-Boomern, die wirklich viel arbeiten mussten, um die Welt, so wie wir sie heute kennen, aufzubauen. Und natürlich auch, um ihren Kindern einmal mehr bieten zu können, als sie hatten. Und dieses "viel arbeiten müssen" wurde auch über die folgenden Jahrzehnte und mit fortschreitender Industrialisierung und Globalisierung noch weiter fortgesetzt.

Ohne Generatoren wäre das aber alles nicht möglich gewesen. "Arbeit macht das Leben süß", ist ein typischer Motivations-Spruch meiner MG-(Boomer)-Mum und damit trifft sie den Nagel auf den Kopf.

Denn im Kern ist die perfekte Arbeit eines Generators die, die befriedigend ist. Und das ist sie, wenn die (Arbeits)Kraft im Einklang mit den natürlichen Talenten eingesetzt wird. Befriedigung! - das Höchste der Gefühle für einen Generator.

Erfolgt der Einsatz der Energie jedoch nicht im Einklang mit dem eigenen Design, der Generator-Strategie (Reagieren!) oder entgegen der eigenen inneren Autorität (Emotional- oder Sakral), merkt man dies sehr schnell, den Frustration ist der Preis, den der Generator dafür zu zahlen hat.


Frage dich:

Welche Arbeit befriedigt dich? Welche Arbeit frustriert dich? Und ist es dir möglich, mehr von dem einen und weniger von dem anderen zu machen? Und schon bist du deinem Traumjob einen kleinen Schritt näher gekommen :)


Berühmte Generatoren, die für ihre Arbeit brennen (oder gebrannt haben) und unsere Welt maßgeblich mitgestaltet haben: Steve Jobs, Elon Musk, Oprah Winfrey, Marie Curie,..


Projektor (Koordinator)

Projektoren sind mit ~20% der zweithäufigste Human Design Typ, die Welt funktioniert für sie jedoch ganz anders als für Generatoren. Denn als "Non-Energy-Typ" steht ihnen nicht "unbegrenzt" Energie zur Verfügung, so wie Generatoren (vorausgesetzt, dass diese sie korrekt einsetzen). Dieser scheinbare Mangel ist jedoch ihre eigentlichen Intelligenz und prägt deshalb auch ihre Rolle in der Arbeitswelt entscheidend: Das Lenken und Leiten von (Generator)Energie.


Das wirkt im ersten Moment etwas unangenehm, macht aber bei näherer Betrachtung durchaus Sinn. Aber dazu muss ich kurz etwas ausholen, bzw. wieder zurück zu meinem Anfang gehen: Unsere Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Denn mittlerweile ist nach den Folgegenerationen der Boomer, die Generationen X und Y, nun schon die 4. Generation am Arbeitsmarkt, nämlich die Generation Z. Und wie wir alle bemerkt haben, hat sich mit der Zeit auch der allgemeine Sinn und Zweck von Arbeit verändert. Denn nun geht es nicht mehr nur darum, zu arbeiten, damit es die Kinder einmal besser haben, denn dieses Ziel wurde mittlerweile erreicht. Die "Generation der Erben" muss nicht mehr - so wie ihre Eltern und Großeltern damals - nur fleißig das Geld heimbringen, sondern kann auch etwas vom Leben haben. Stichwort "Work-Life-Balance" oder "New Work".


Und da kommen die Projektoren ins Spiel, denn ihr natürliches Talent ist die Effizienz: Wie kann ich mit wenig Energieeinsatz das bestmögliche Ergebnis generieren. Wie kann also die gleiche Arbeit in weniger Zeit erledigt werden? (Und so einfach wären wir bei einer Reduktion der wöchentlichen Arbeitszeit! Aber das nur nebenbei...)

Projektoren erkennen also, wie die Arbeit leichter und schneller erledigt werden kann, ihr "Problem" ist jedoch, dass sie ihr Wissen gerne ungefragt mitteilen und im schlimmsten Fall sogar anderen aufdrängen. Und das hat zur Folge, dass dass sie für ihre Weisheit nicht die Anerkennung bekommen, die sie eigentlich verdient hätten, sondern auf taube Ohren und Ablehnung stoßen. Bitterkeit bzw. Verbitterung sind die Folge ihre vergebenen Liebesmüh. Und dazu noch den drang, noch mehr Arbeiten zu müssen, um sich zu beweisen. Ein Teufelskreis also.

Aber es gibt einen Ausweg aus diesem Dilemma, nämlich einen Schritt zurück zu treten und nicht mehr "uneingeladen" in Aktion zu treten, also ihrer natürlichen Strategie "auf Einladung warten" folgen. Und dies hat wiederum zur Folge, dass man wieder attraktiv für Kollegen und Mitarbeiter wird und seine natürlichen Talente konstruktiv einsetzten kann. (Das klingt jetzt total hart, aber als Projektorin, die das alles durchlebt hat, weiß ich, wovon ich rede...).

Das Geschenk, das einen erwartet, wenn man als Projektor in einem Job im Einklang mit dem eigenen Design, der Strategie (Auf Einladung warten!) und der inneren Autorität (Emotional, Milz, Selbst, Ego-Selbst oder Mental) arbeitet, ist Erfolg. Damit ist aber nicht der Erfolg im Sinn von Sieg, sondern im Sinne von "Innerer Freude" gemeint. Wen das Thema näher interessiert, kann ich dir meinen Blogartikel zu diesem Thema empfehlen)


Fragen an dich:

Von wem oder was fühlst du dich in deiner Arbeit eingeladen? In welchen Situationen glaubst du, proaktiv sein zu müssen, damit du von anderen mit deinen Fähigkeiten wahrgenommen und anerkannt wirst? Und ist es dir möglich, mehr von dem einen und weniger von dem anderen zu machen? Und schon bist du deinem Traumjob einen kleinen Schritt näher gekommen :)


Berühmte Projektoren, die unsere Welt maßgeblich mitgestaltet haben: Queen Elisabeth II, Angela Merkel, Barack Obama, Nelson Mandela, Ute Bock, Anna Wintour, ...


Manifestor (Initiator)

Die besondere Gabe der Manifestoren ist zu initiieren, also etwas neues und vielleicht sogar noch nie dagewesenes anzustoßen und damit eine Auswirkung bzw. Einfluss zu haben. Und wenn sie das können, haben Manifestoren den perfekten Job!

Doch genau dieses Talent zu initiieren und unabhängig handeln zu können, verunsichert die Menschen in ihrer Umgebung immens. Und dass Manifestoren mit ~ 7-9% der Menschen zu einem sehr seltenen Typ gehören, also nicht wirklich Teil des großen Kollektivs von Generatoren und Projektoren sind, macht das ganze nicht unbedingt leichter.

Manifestoren werden also von ihrem Umfeld meist nicht verstanden und schlimmer noch, die Menschen um sie herum versuchen sie deshalb zu kontrollieren! Und dann zeigt sie sich: die Wut! Die natürliche Reaktion eines Manifestors, wenn er nicht entsprechend seiner Talente agieren kann. Es ist ein Teufelskreis, denn im Grunde bestärkt das wiederum nur die Angst des Umfeldes und das Bedürfnis, Manifestoren zu kontrollieren.

Deshalb gibt es auch für Manifestoren eine Strategie, die sehr einfach ist und ihnen das Leben immens erleichtert: Informieren! Das bedeutet: bevor ein Manifestor loslegt, soll er einfach sagen, was er vor hat. Also die Menschen informieren, die seine Aktionen betreffen. "Ich wollte dir nur sagen, ich werde jetzt XYZ machen."

Und es ist kein um Erlaubnis fragen, sondern wirklich eine schlichte Information! Es geht nämlich nicht darum, dass die anderen sie verstehen (das werden sie nämlich selten) oder gutheißen, was der Manifestor macht, sondern wirklich nur reine Information. Und dann können sie auch schon loslegen!


Und das Geschenk, das einen erwartet, wenn man als Manifestor in einem Job im Einklang mit dem eigenen Design, der Strategie (Informieren!) und der inneren Autorität (Emotional, Milz, oder Ego) arbeitet, ist Frieden. Ein Gefühl, oder wohl eher ein Seins-zustand, im dem sie keinen Widerstand von außen verspüren.


Meine Fragen für dich:

Auf wen oder was kannst du in deinem Job Einfluss nehmen? In welchen Bereichen erkennst du deine Auswirkung? In welchen Bereichen deines Jobs hast du das Gefühl, auf Widerstand zu stoßen? Wen musst du informieren, um deine Agenda weiterverfolgen zu können? Und schon bist du deinem Traumjob einen kleinen Schritt näher gekommen :)


Berühmte Manifestoren, die unsere Welt maßgeblich mitgestaltet haben: Joanne K. Rowling, Leonard Cohen, Jane Birkin, Simone de Beauvoir, Moshe Feldenkrais, Johannes Kepler,...


Reflektor (Beobachter)

Reflektoren sind mit < 2% der seltenste Typ im Human Design und sie unterscheiden sich ganz deutlich von allen anderen Typen, da sie keine definierten Zentren oder Kanäle haben. Das Potenzial von Reflektoren ist die Welt um sie herum zu reflektieren, also als Spiegel zu fungieren. Durch ihre große Wahrnehmungsfähigkeit können sie Menschen (Mengen) "lesen" und erkennen, wer sich von der homogenen Masse abhebt, weil er seine Einzigartigkeit ausdrückt. Zudem können sie perfekt die aktuelle Zeitqualität durch das aktuelle Transitfeld erkennen und natürlich auch den Einfluss und die Reaktion der Welt darauf. Das wichtigste für einen Reflektor ist es, am richtigen Ort zu sein. Denn am richtigen Ort kommen die richtigen Menschen und die richtigen Gelegenheiten. Der perfekte Job für einen Reflektor ist jener, in dem sie ihre besonderen Wahrnehmungsfähigkeit einsetzen und damit Menschen unterstützen können.


Von der Einzigartigkeit eines Menschen überrascht zu werden, ist die wahre Freude eines Reflektors. Das Gefühl der Enttäuschung ist der Indikator, dass sie sich nicht in der richtigen Umgebung und mit den richtigen Menschen sind bzw. nicht im Einklang mit seinem eigenen Design lebt.


Meine Fragen an dich: Fühlst du dich an deinem Arbeitsort wohl? Hast du die richtigen Menschen um dich, die deine tiefe Wahrnehmungsfähigkeit zu schätzen wissen? Welche Menschen schaffen es, dich zu überraschen? Von welchen Menschen wirst du (regelmäßig) enttäuscht? Gibt es eine Möglichkeit, mehr Zeit mit den einen und weniger mit den anderen verbringen? Und schon bist du deinem Traumjob einen kleinen Schritt näher gekommen :)


Berühmte Reflektoren, die unsere Welt maßgeblich mitgestaltet haben: Uri Geller, Teal Swan, Sandra Bullock, Karlheinz Essl, Jan Josef Liefers, Margret Atwood, Fjodor Dostojewski, ...


Der nächste Schritt zum Traumjob

Wenn du deinen Human Design Typ, die damit verbundene perfekte Rolle im Arbeitsleben und die perfekte Strategie im Job kennst, kann dich das deinem Traumjob schon einen Schritt näher bringen. Denn genau mit diesem speziellen Wissen hast du die Möglichkeit, deine Arbeit und dein Umfeld nach deinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen zu gestalten.


Wenn du das Thema noch vertiefen möchtest oder dich bei deinem Gestaltungsprozess von mir unterstützen lassen möchtest, wirf gerne einen Blick auf mein Angebot. Ich freu mich von dir zu hören!

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